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Carstensz-Expedition: Unter der Sonne Papuas


Der erfahrene Werner Weiglein sagt am Nachmittag: „So ein heißes Wetter gab es noch nie.“ Dabei fing der Tag mit dem ersten Frost auf rund 3.800 Metern sehr kühl an. 

Den Artikel habe ich direkt am Ende des Tages auf dem Smartphone geschrieben. Er zeigt ungefiltert persönliche Emotionen und Wahrnehmung bei der Besteigung. Etwaige Rechtschreibfehler sind zu verzeihen.

Heute warten rund 21 Kilometer Strecke auf uns. Wir werden acht Stunden unterwegs sein:

Schwerer Start in den Tag

Daher klingelt der Wecker recht früh. 5:30 Uhr stehen wir langsam auf. Die Nacht war furchtbar. Wir haben einen Anfängerfehler gemacht. Das Zelt stand schief. Und so fühlen Mike und ich uns gerädert.

Eins fehlt heute: Zum Frühstück gibt es kein Rührei mehr. Einer der Träger hat sich auf die Eier gesetzt. Und das war es mit dem besonderen Highlight des Morgens.

Der Wandertag bringt uns wie immer kleine Nickligkeiten. Es geht hoch und runter, es sind überwachsene Moränen, die uns Kraft kosten. Die Ödnis wird nur von den Flüssen unterbrochen, über die wir barfuß setzen müssen. Mir geht es nach dem gestrigen Tag wieder gut. Ich laufe vorneweg und habe Spaß an der Bewegung. Wir gehen durch das Palm Valley. Eine kleine Abwechslung.

Wärme zum Mittag

Nach fünfeinhalb Stunden erreichen wir unser Zwischenziel: Das Mittagessen. Und jetzt merken wir erst recht die Wärme des Tages. Die Sonne steht hoch über uns. Der Mund ist trocken, dafür auch unsere klamme Kleidung. Wir nutzen die Chance, ziehen die Stiefel aus und trocknen unsere Socken.

Entspannung in der Sonne - Carstensz-Expedition in Papua
Entspannung in der Sonne

Unser Expeditionsleiter Werner betont: „So ein trockenes und heißes Wetter hatten wir zu dieser Zeit noch nie.“ Auch hier zeigen sich die klimatischen Veränderungen, die die Erde seit Milliarden Jahren durchmacht. Immerhin laufen wir auf Kalk, der sich aus dem Meeresboden erhoben hat. Und die Fauna ähnelt in Teilen der australischen, da während der letzten Eiszeiten Landbrücken bestanden.

Die Träger haben ihre Freude an dem Wetter. Sie lachen und posen für uns. Ich schenke ihnen Feuerzeuge. Ein wertvolles Werkzeug für unsere „Feuerteufel“.

Träger posen - Carstensz-Expedition in Papua
Träger posen

Nach der Pause rappeln wir uns nur allmählich auf. Der volle Bauch und die Sonne machen uns träge. Gleich geht es steil hoch. Der Mund dörrt aus. Gut, dass es viele Flüsse gibt. Ich kann soviel trinken, wie ich will.

Wir bewegen uns nach dem Anstieg entlang eines weiten Tales und steigen ab zu einer Sumpfebene. Unsere Konzentration steigt. Denn hier lauern noch tiefere Gefahren für uns. Dafür sehen wir endlich Felsen von der Nähe. Der Kalk bricht durch Erde und Gras. Wir sehen den Neuseeland-Pass. Über den müssen wir morgen drüber. 4.500 Meter beträgt sein höchster Punkt. Und danach sind wir im Basislager.

Stimmung hellt sich auf

Endlich ist der schwierige Sumpf zu Ende. Wir betreten unseren Nachtplatz. Eine flache Ebene. Da ich vorne dabei bin, wähle ich für Mike und mich sorgfältig. Den Platz lege ich penibel mit Farn und Weiden aus. Diese Nacht muss perfekt werden, um zu Kräften zu kommen.

Heute ändert sich die Stimmung im Team. Wir kommen uns näher. Der Abend ist zwar sehr kühl, aber das Feuer wärmt uns und fördert die Gespräche. Unsere Augen haben sich an den beißenden Rauch gewöhnt. Wir können lange im Zelt der Träger sitzen und müssen nicht ständig an die frische Luft fliehen.

Mit einem herrlichen Abendrot endet dieser Tag. Optimistisch schauen wir auf den morgigen Tag.

Bergsteiger-Romantik am Abend - Carstensz-Expedition in Papua
Bergsteiger-Romantik am Abend

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Wirf einen Blick in die Galerie des Tages:

Ein dampfendes Zelt der TrägerGuten Morgen in Camp 3Das Ziel des TagesWeite Wege in der HochebeneKleine HindernisseGroße HindernisseSpülen des Geschirrs im FlussEntspannung in der SonneTräger posenEinrichten des Lagers 4Ein Blick ins Zelt der TrägerFüße trocknenBergsteiger-Romantik am Abend

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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.

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