Summits

Runde 2! Nochmal auf den Gipfel der Carstensz-Pyramide.


Etwas verrückt ist es ja, aber Jenny und ich stehen gerade schon wieder auf dem Gipfel der Carstensz-Pyramide. Wir sind noch schneller als gestern. Und viel entspannter an den Schlüsselstellen.

Den Artikel habe ich direkt am Ende des Tages auf dem Smartphone geschrieben. Er zeigt ungefiltert persönliche Emotionen und Wahrnehmung bei der Besteigung. Etwaige Rechtschreibfehler sind zu verzeihen. Direkt zur Galerie am Ende des Artikels.

Es ist der 3. Oktober 2018. Wieder klingelt der Wecker um 4:40 Uhr. Nicht, um den deutschen Nationalfeiertag zu begehen. Der ist hier irrelevant.

Denn nach einem kurzen Gespräch haben wir uns gestern für eine zweite Runde entschieden. Im Basislager hätten wir uns eh nur gelangweilt. Also steigen wir diesmal zusammen mit Jost, Mike und Michel zum weltweit höchsten Berg auf einer Insel auf.

Überschreitung durch den Seilsteg - Zweite Besteigung für 7summits4help
Überschreitung durch den Seilsteg

Schnelleres Klettern

Diesmal geht alles viel schneller. Am Wandfuß angekommen, geht es für unsere kleine Seilschaft direkt los. Während Mike und Michel mit Jost noch die Details durchgehen, starten Jenny und ich direkt in die Wand. Locker geht es hoch. Wir kennen jetzt den Fels und den Weg. Alles Plaisier.

Am Grat angekommen rennen wir durch alle Hindernisse locker durch. Ich schaue um die Ecke und sehe schon den Gipfel. Überrascht frage ich Jenny: „Wo war denn jetzt unser drittes Problem von gestern?“ Offensichtlich sind wir ohne Probleme schnell rüber.

Kaum Sicht auf der Carstensz-Pyramide

Nicolas Scheidtweiler entspannt am Nebengipfel der Carstensz-Pyramide - Zweite Besteigung für 7summits4help
Entspannt am Nebengipfel der Carstensz-Pyramide

Auf dem Gipfel ist es kühl. Das blendende Wetter unseres gestrigen Gipfeltages wiederholt sich nicht. Der Himmel ist bewölkt und gibt nur selten etwas freie Sicht. Daher machen wir schnell ein paar Fotos und ich steige wieder ab.

Allerdings ohne Abseilachter. Daher geht es mit dem Halbmastwurf nach unten. Und das gibt ganz schön Krangel. „Aber sind ja nicht meine Seile“, denke ich schmunzelnd.

Nach unserer Rückkehr ins Basislager gibt es eine leckere Nudelsuppe und eine riesige Keksdose aus der wir uns großzügig bedienen. Heute bin ich nicht annähernd so müde wie gestern. Da aber das Wetter umschlägt und uns viel Regen bringt, entfällt der Nachmittagsspaziergang. Bei einem kurzen Schritt aus dem Zelt sehe ich das erste größere Tier. Ein Hund, dessen Fußspuren wir schon seit zwei Tagen gesehen haben, ist uns gefolgt. Er bedient sich an den Resten anderer Expeditionen und beobachtet uns auch sicherer Distanz.

Daher sitzen wir im Zelt und diskutieren, ob wir einen Tag eher zurückmarschieren. Alle hatten ihren Gipfelerfolg und der Tag im Basislager ist schwer rumzukriegen. Man liegt bei schlechtem Wetter im Zelt und zählt erst die Stunden, dann die Minuten.

Expedition Marke an der Carstensz-Pyramide - Zweite Besteigung für 7summits4help
Expedition Marke an der Carstensz-Pyramide

Da Jost aber noch eine Solobesteigung der Carstensz-Pyramide durch eine neue Route plant, wollen wir doch bleiben. Ich bin gespannt und will live dabei sein. Mal schauen, ob das morgen gut geht….

Wirf einen Blick in die Galerie des Tages:

Zustieg zur Carstensz-PyramideBeim Einstieg zur Carstensz-PyramideMit Jenny in der Wand zum Grat der Carstensz-PyramideEin Problem an der Carstensz-PyramideÜberschreitung durch den SeilstegEinsamer Nebengipfel im NebelDie GrasbergmineEntspannt am Nebengipfel der Carstensz-PyramideUnser Begleiter im Basecamp Carstensz-PyramideKekspause mit Jost KobuschExpedition Marke an der Carstensz-Pyramide

So lief die Besteigung im Video:

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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.

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