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Erstbesteigung im Himalaya: Ein Tag in Manang


Neun Stunden Schlaf sind ein Brett. Tief eingekuschelt in meinen Expeditionsschlafsack werde ich von den durch den Vorhang dringenden Sonnenstrahlen geweckt.

Sonnenaufgang in Manang

Auf 3.500 Metern über Normalnull wird es nachts frisch. Die Bettwäsche im Mountain Lake Hotel ist zwar sauber, jedoch wurde mir kalt, so dass ich wechseln musste. 

Nach der zweitägigen Anreise im Bus und im Jeep sind die Muskeln etwas steif. Es ist anstrengend, eingepfercht über Stunden zu sitzen. Aber ab morgen wird gewandert.

Jost hat hier absoluten Luxus in Manang ausgewählt. Eine heiße Dusche, mit der ich nicht gerechnet habe. Aber der Profi verspricht mir, das es deutlich härter wird. Dafür macht man es.

Erste Besprechung unserer Expedition

Nach einem Müsli-Frühstück und Spiegelei besprechen wir unsere Route genauer:

Wir folgen 1.000 Höhenmeter dem Annapurna-Trail. Dabei übernachten wir auf 4.000 Metern und richten auf 4.500 Metern unser Basecamp ein. Das wird eine Lodge sein, um bessere Erholungsmöglichkeiten zu haben.

Jost Kobusch und Nicolas Scheidtweiler besprechen ihre Expedition

Von da aus erkunden wir das vorgeschobene Basecamp und den Rest der Route. Bisher gibt es keinen Weg hoch. Wir müssen den suchen. Zwei Expeditionen sind bereits gescheitert.

Ich schwanke zwischen Zweifel und Kleinreden der Herausforderung. Jost ermahnt mich, dass es sich um eine ernsthafte Begehung eines 6.000ers handelt. Es gibt Gründe, warum Expeditionen bisher gescheitert sind.

Kalorien einkaufen

Im Laufe des Tages erledigen wir die letzten Einkäufe. Wir benötigen vor allem noch Kalorien. Daher kaufen wir Snacks für 10.000 Kalorien ein. Das Highlight sind 1 Kilogramm Erdnussbutter und 3 Toastbrote.

Eine kleine Akklimatisierungs-Runde führt uns auf knapp 4.000 Meter. Dieser Impuls ist notwendig. Dabei besuchen wir ein Kloster und genießen den Talblick auf Manang.

Jost - Anup - Nico bei der Akklimatisierung in Manang

Nach einer weiteren Schachpartie und dem Abendessen geht es direkt in den Schlafsack.

Morgen wird es dann endlich hart.

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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.

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