Wer ist eigentlich mein Spendenpartner German Doctors?


Bewusst habe ich mich für die German Doctors als Spendenpartner entschieden. Die Bonner NGO hat schlanke Strukturen und ist aufgrund ihrer Größe ein Partner auf Augenhöhe. Daneben sind sie Inhaber des DZI-Spendensiegels und garantieren, dass die Spenden da ankommen, wo sie hin sollen.

Allerdings sind die German Doctors und ihre Einsätze weniger bekannt. Durch 7summits4help will ich diesem tollen Engagement zu mehr Wahrnehmung verhelfen. Ich freue mich, dass mir der Vorstand Dr. Harald Kischlat ein paar Fragen beantwortet, durch die du die NGO besser kennenlernst.

Der heute 49jährige ist seit 2011 Vorstand der German Doctors. Zu seinen Aufgaben zählen die Leitung des Vereins, administrative Tätigkeiten, die Verwaltung der Partnerprojekte, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

Dr. Harald Kischlat, Vorstand Spendenpartner German Doctors e.V. - Interview 7summits4help
Dr. Harald Kischlat

Harald, was sind die German Doctors?

Der German Doctors e.V. entsendet unentgeltlich arbeitende Ärzte zu Hilfseinsätzen in derzeit acht Projekte in fünf Ländern. Dabei folgt die Nichtregierungsorganisation dem Leitbild, dass jedem Menschen ein Recht auf medizinische Versorgung zusteht – unabhängig von seiner Herkunft, Religion, Staatsangehörigkeit, politischen Überzeugung oder sonstigen Unterscheidungsmerkmalen. Seit 1983 haben die German Doctors rund 7.000 Einsätze mit mehr als 3.000 Ärzten durchgeführt. Dabei wurden schätzungsweise 12 Millionen kostenlose Behandlungen durchgeführt.

Was unterscheidet Euch von Ärzte ohne Grenzen?

Unsere Ärzte arbeiten ehrenamtlich, also aus rein persönlichem Engagement, für die Dauer von sechs Wochen in den Projekten. Das bedeutet, dass die Ärzte häufig ihren kompletten Jahresurlaub für ihren Arbeitseinsatz opfern. Sie erhalten keine Bezahlung oder Aufwandsentschädigung sondern zahlen die Hälfte der Flugkosten selbst. Wir arbeiten an festen Standorten. Vor Ort beschäftigen wir einheimisches Personal und bilden diese aus bzw. fort. Unser Ziel ist es nachhaltige Hilfe zu geben. Das heißt wir wenden uns erst dann einem anderen Ort zu, wenn unsere medizinische Hilfe dort, wo wir arbeiten, nicht mehr benötigt wird, da einheimische Strukturen die Versorgung übernehmen. Normalerweise leisten wir keine Katastrophenhilfe.

Wo seid Ihr im Einsatz?

Aktuell arbeiten wir an acht Projektstandorten in fünf Ländern. Diese sind Kalkutta in Indien, Dhaka und Chittagong in Bangladesch, Nairobi in Kenia, Serabu in Sierra Leone sowie Mindanao, Mindoro und Cebu auf den Philippinen.

Was waren für Dich die Highlights in Deiner Arbeit für German Doctors?

Highlights gibt es immer wieder viele. Auf jeden Fall immer dann, wenn wir mit unserer Arbeit ganz konkret helfen können. Die Zusammenarbeit mit unseren vielen engagierten, ehrenamtlichen Ärzten ist natürlich auch etwas Besonders. Und wenn ich erleben kann, wie sich lokale Mitarbeiter, die wir gefördert und geschult haben, über die Jahre zu echten Persönlichkeiten entwickeln, die Verantwortung übernehmen, freut mich das immer sehr. Besonders berührend aber ist es, wenn ich in einem unserer Tuberkulose-Hospitäler Patienten wiedersehe, die bei meinem letzten Besuch noch ans Bett gefesselt waren, weil die Tuberkulose ihre Knochen schon so zerfressen hatte, dass sie kurz vor einer Querschnittslähmung standen, und jetzt wieder ganz normal laufen können und die TB-Station bald geheilt verlassen werden.

Wo siehst Du die Verbindung zwischen den German Doctors als Spendenpartner und meinem Projekt 7summits4help?

Wie bei unseren Ärzten geht es bei Dir auch um ein hohes persönliches Engagement. Mit diesem Engagement willst Du auch etwas für andere erreichen. Wir hatten früher mal das Motto „Jeder Einzelne zählt“, weil für uns jeder unserer Patienten wichtig ist. Bei Dir könnte man das erweitern und sagen „Jeder einzelne Schritt zählt“, aber eben nicht als Selbstzweck, sondern um damit auch Geld zu sammeln, damit die German Doctors noch mehr Menschen helfen können.

Harald, vielen Dank für das Interview!

 

Mehr Informationen über meinen Spendenpartner German Doctors findest du unter diesem > Link.


Spende jetzt für die aktuelle Kampagne!

 

Gespendet 41.65%
erreicht € 2,350
Ziel € 5,642
Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler, Inhaber von Scheidtweiler PR, als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.
Verwandte Artikel
Mit #adventuredahoam erzählt "Schwarzfuchs" Schaumlöffel von den kleinen und großen Challenges rund um seine Heimat.
Video: Training und Interview mit dem Outdoor-Blogger Schwarzfuchs

Am 19. Februar 2017 bin ich mit dem Blogger „Schwarzfuchs“ zum Schneeschuh-Wandern verabredet. Er ist ein Fan der Mikro-Abenteuer. Unter dem Hashtag #adventuredahoam berichtet er über seine Challenges rund um seine Heimat Augsburg.

Weiterlesen
Das Team zum Aconcagua
Aconcagua 360°, Tag 2: Berührungspunkte in Penitentes

Heute kaufen wir zunächst für teures Geld die Zugangsberechtigung für den Nationalpark zum Aconcagua. Ubd dann geht es endlich los.

Weiterlesen
Bild: Sonnenuntergang am Teide 2016
Von Socorro zum Teide: 3.718 Höhenmeter, 27 km, 10 Stunden Wandern

Jeder Berg kann zu einer Herausforderung werden. Der Teide ist zwar ein klassisches Ausflugsziel für (ältere) Touristen auf Teneriffa. Ein Start am Playa del Socorro fordert jedoch eine starke Kondition. Unter dem Namen Route 040 hatten wir den Weg im Web entdeckt.

Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *