Im Norden der Zugspitze von der Partnachklamm zum Eibsee


Das Wochenende steht ganz im Schatten der Zugspitze. Mit meinem Wanderfreund Tobias Dazenko wandere ich mit eigenem Zelt durch die Partnachklamm über Stuibenhütte, Bernadeinsteig, Kreuzeckhaus sowie die Bärenfalle zum Eibsee. 

Die Galerien zeigen dir ein paar Impressionen von der rund 40km langen Wanderung.

Tag 1, 31. März 2017: Durch die Partnachklamm

Um 7:15 Uhr startet unser ICE von Bremen nach München. Immer ein weiter Weg. Allerdings fährt der Zug durch. Dadurch können wir als Unternehmer entspannt am Laptop arbeiten und haben dann den Kopf für die Erlebnis in den Alpen frei.

Wir sind diesmal mit eigenem Zelt unterwegs. Dazu haben wir die notwendige Camping-Ausrüstung und die Meal-ready-to-Eat. Insgesamt trägt jeder von uns circa 17kg. Schon enorm. Dafür besitzen wir die Freiheit, unsere Strecken selbst festzulegen, da wir nicht auf Hütten angewiesen sind.

Gegen 16:00 Uhr in Garmisch-Partenkirchen angekommen geht es direkt los. Wir starten durch die bekannte Partnachklamm zur Hinterklamm. Dort soll unser Zeltplatz sein. Nach gut 30 Minuten sind wir schon durch die Partnachklamm hindurch. Immer wieder ein toller Anblick am Rande der Partnach durch das enge Tal hochzusteigen.

Als der Tag sich dem Ende näher, beziehen wir unser Lager mit Blick auf die Frauenalpspitz. Das Zelt ist schnell aufgebaut, die MRE sind heiß und wir genießen den kühler werdenden Abend mit einem Tee.

Start zur PartnachklammVon der Partnachklamm zur MitterklammDurch die PartnachklammAbendessen in der MitterklammDas 1,5-Mann-Zelt soll reichen?

Tag 2, 1. April 2017: Bernardeinsteig zum Kreuzeckhaus

Die Nacht war angenehm. Das 1,5-Personen-Zelt ist kuschelig zu zweit. Toby hat etwas unruhig geschlafen. Schnell mache ich den Camping-Kocher an, um dir Laune aufzuhellen. Es gibt leckeren Instant-Milchkaffee. Heute wollen wir zum Kreuzeckhaus. Es liegt noch viel Schnee ab circa 1.700m. Da wir uns gegen die Mitnahme der Steigeisen entschieden haben, bleiben wir unter dieser Grenze.

Hoch geht es zunächst zunächst zur Stuibenhütte auf 1.635m. Bis dahin sind wir gute 60 Minuten unterwegs. Schnell nehmen wir eine Spezi und weiter geht es. Unser Ziel ist der Blick auf den Eibsee. Das Highlight des Tages ist der Bernardeinsteig. Durch den Schnee gehen wir konzentriert, da einige Stellen vereist sind. Der Blick entschädigt uns. Wie geplant kommen wir um 12:00 Uhr im Kreuzeckhaus an. Da haben wir schon richtig Hunger. Ein paar Höhenmeter liegen hinter uns. Ein Radler stillt den ersten Durst. Endlich können wir such unsere Trinkblasen auffüllen. Das letzte Wasser hatten wir zum Kochen des Kaffees verwendet.

Jetzt folgt der längste Teilabschnitt. Der Einstieg in unseren Weg zur Waxensteinhütte gestaltet sich schwierig. Irgendwann endet der gestrichelte Weg im Nirgendwo. Wie müssen uns orientieren und steigen Steil bergauf. Und endlich, da ist ein weiterer Weg, der uns Richtung Eibsee bringen soll. Dazu geht es zunächst nach Grainau runter und dann durch das Höllental wieder rauf zur Waxensteinhütte.

Nach einigen Kilometern unter der Bärenfalle finden wir unseren idealen Zeltplatz: Der Eibsee liegt unter uns im Tal.

Sonne am MorgenAufbruch in der MitterklammToby auf dem Weg zur StuibenhütteNicolas genießt die Sonne unter der StuibenhütteSchnee unter der StuibenspitzeTraverse am Bernadeinsteig Richtung KreuzeckhausÜber den Bernadeinsteig zum KreuzeckhausPause unter dem Kreuzeckhaus mit Nicolas und TobyAbendessen über dem Eibsee

Tag 3, 2. April 2017: Zum Eibsee

Das Zelt hatten wir nicht optimal aufgebaut. Ich rutsche in dieser Nacht regelmäßig auf Toby. Damit ist der Schlaf für uns beide unruhig. Dafür machen wir das Zelt am Morgen auf und haben einen fantastischen Blick auf den Eibsee. Mit einem Kaffee in der Hand werden wir von dem Blick für die letzte Etappe motivierter. Um 8:00 Uhr haben wir das Camp abgebaut und noch Müll der Forstarbeiter eingesammelt. Insgesamt ist unglaublich, wie viel Müll wir auf den Wegen finden. Traurig, dass Wanderer und Mountainbiker der Natur so weig Respekt entgegenbringen.

Wir wandern über die Strecke der Zugspitz-Zahnradbahn und dann endet der ausgebaute Weg erneut in einer Sackgasse. Irgendwie stimmt die Karte nicht mehr. Das Wegenetz hat sich in den letzten Jahren offensichtlich stark verändert. Toby findet einen Weg, der parallel zu unserem verläuft. Das Problem: 100 steile Meter durch eine dichte Tannenschonung bergab. In diesem Moment erinnere ich mich an meine Einzelkämpfer-Ausbildung bei der Bundeswehr. Ich geht rückwärts mit Rucksack voran. So drückt der Rucksack die Zweige weg und schlagen mir nicht ins Gesicht. Und dann ist da endlich der Weg.

Von hier geht es zum Eibsee relaxed bergab. Um 11:30 Uhr stehen wir am Ufer. Wir genießen die gut 7 Kilometer lange Runde um den See. Der Blick in der Sonne ist großartig. Quellen am Wegesrand füllen unsere Trinkblase. Unser Schritt ist gut. Knapp eine Stunde benötigen wir für den Eibsee. Jetzt lösen wir uns und gehen Richtung Bahnhof Grainau. Ein Zwischenstopp im Wirtshaus ist obligatorisch. Mit den sehr guten Zugverbindungen kommen wir gegen Mitternacht in Bremen an.

Frühstück mit heißem Kaffee über dem EibseeDer Eibsee am MorgenSmaragd-grüner Eibsee

Fazit zu unserer Tour

Die Wanderung hat sich gelohnt. Es waren erneut tolle Panoramen und das eigene Zelt bietet Freiheit. Nachteil war unsere fehlende Schnee- und Eisausrüstung. Steigeisen und Schneeschuhe sind für den Herbst auf jeden Fall dabei.

 


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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.
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