6.962 Meter, Anden, Argentinien

Der Aconcagua - Südamerikas Gigant

7summits4help-Gipfel-Aconcagua, Quelle:Pixelbay
Im Westen Argentiniens erhebt sich mit dem Aconcagua der größte Berg der Südhalbkugel. Seine schneebedeckten Gipfel thronen über dem weitläufigen Bergmassiv der südamerikanischen Anden. Zu Zeiten der Inka als heiliger Berg verehrt, stellt er heutzutage vor allen Dingen für passionierte Bergsteiger eine große Herausforderung dar.

Geographische Daten des Aconcagua

Der Aconcagua ist mit einer Höhe von fast 7.000 Metern (genauer gesagt 6.962 m) der höchste Berg, der nicht zum asiatischen Kontinent gehört. Besonders markant ist seine beeindruckende Dominanz, die mit 16.536 Metern den zweithöchsten Wert aller Berge der Welt erreicht. Ebenfalls imposant ist die Tatsache, dass sich südlich vom eigentlichen Hauptgipfel des Aconcagua ein beinahe ebenso hoher Nebengipfel (6.928 Meter) erhebt. Aufgrund seiner Lage im kalten Westen Argentiniens ist das Bergmassiv von tiefen, umfangreichen Gletschern umgeben. Der Berg ist in nächster Nähe zur chilenischen Grenze gelegen.

Trotz des rauchigen Dunstes, der von seinem Gipfel in die Lüfte abhebt, ist er kein Vulkan und stellt für die mittelbare Umgebung keinen Gefahrenherd dar. Wegen der hohen Schneemassen sind jedoch heftige Lawinen, sogenannte avalanchas, nicht unwahrscheinlich. Außerdem sorgen häufig Erdrutsche für kleinere bis große Verheerungen im Bergmassiv.

Das Klima des Aconcagua

Das Klima am Aconcagua wird immer unwirtlicher, je näher man an den Gipfel kommt. Außerdem verringert sich die Sauerstoffversorgung drastisch, sodass das Atmen zunehmend erschwert wird. Grundsätzlich herrscht ab mittiger Höhe geradezu arktisches Klima, welches das Fortkommen gravierend beeinträchtigt.

Die Expeditionsgeschichte

Erstmals urkundlich bezeugt ist eine Überquerung der westargentinischen Anden im Zusammenhang mit den südamerikanischen Unabhängigkeitskriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Rahmen der Befreiung der südamerikanischen Provinzen vom kolonialistischen Spanien ließ der Widerstandskämpfer José de San Martin Soldaten von Argentinien über die Berge der Anden nach Chile eindringen. Im Anschluss an die Unabhängigkeitskriege wurde der weiße Schneeberg von einem britischen Wissenschaftler vermessen und als höchster Berg Südamerikas ausgewiesen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts scheiterten zwei Expeditionen, die sich eine Erklimmung der Spitze des argentinischen Giganten zum Ziel gesetzt hatten, an den widrigen Verhältnissen. Bei einer Höhe von 6950 Metern musste das erfolgreichere der beiden Unternehmen schließlich abgebrochen werden.

Die Erstbesteigung 1897

Nach den zwei erfolglosen Versuchen der Vorjahre machte sich zum Ende des Jahres 1896 eine neue Mannschaft auf, den mächtigen Berg zu bezwingen. Unter der Leitung des Briten FitzGerald und des Bergführers Zurbriggen sollte der Berg von Süden bezwungen werden. Da die südliche Route, die sie nahmen, gemeinhin als die schwierigere gilt, musste das Team zunächst mit einigen Widrigkeiten kämpfen. Der Initiator des Projekts, der Brite FitzGerald, musste kurz vor der Spitze wegen Übelkeit und Schwindel von einigen Helfern wieder zurück ins Basislager gebracht werden.

Am 14. Januar 1897 gelang schließlich dem Schweizer Bergführer Matthias Zurbriggen die Erstbesteigung. Etwa zwei Monate später folgten ihm einige Führer aus dem Basislager mit einer erfolgreichen Zweitbesteigung. In der Folgezeit wurde der hohe Berg im Herzen der argentinischen Anden zu einer berühmten Herausforderung für ambitionierte Bergsteiger.

Bergsteigen am Aconcagua

Die beliebteste Route ist die sogenannte Polenroute. Sie beginnt im Basislager der Plaza Argentina und führt von dort zum nordöstlichen Polnischen Gletscher. Nach einer Durchquerung des Gletschers durch flaches Gebiet ohne versteckte Spalten erreicht man den Normalweg, der schließlich zur Spitze hinaufführt.

Eine leichtere Route findet sich, wenn der Aconcagua vom Norden erklommen wird. Diese Route ist jedoch bei Bergsteigern nicht besonders beliebt, da sie aufgrund ihres mäßigen Schwierigkeitsgrades wenig Herausforderungen beinhaltet. Dagegen gilt die Südseite als nahezu unüberwindlich. Sie ist der Sonne abgewandt und dementsprechend nur unter sehr unangenehmen Verhältnissen zu bewältigen. Der Aufstieg an der Südseite ist nicht empfehlenswert.

Die Ausrüstung muss je nach Schwierigkeitsgrad gewählt werden. Während bei der nördlichen Route vielfach schon eine leichte Bergsteigerausrüstung ausreichen kann, muss bei der nächstschwereren Route schon auf ein durchdachtes, professionelles Inventar geachtet werden. Eine Anleitung durch Ortskundige ist unbedingt notwendig.

Wie meine Besteigung des Aconcagua am 29. Dezember 2016 gelaufen ist, erfährst du > hier.

Risiken und Vorsorge

Bei einem solch heiklen Projekt darf es an professionellen Helfern nicht fehlen. Die Seven Summits stehen nicht nur für die majestätischsten Bergkuppen der Welt, die Seven Summits stehen auch für Vorsorge und Notfallhilfe.

Die Spendenorganisation German Doctors sammelt in Kooperation mit 7summits4help Spenden für den Aufbau und die Instandhaltung von Krankenzelten, Gesundheitsstationen und medizinischen Teams, die sich der den Menschen in der Region annehmen.

Datenblatt Aconcagua

Höhe (Fuß): 22.841
Höhe (Meter): 6.962
Kontinent: Südamerika
Land: Argentinien
Range/Region: Anden
Schwierigkeit: Höhenbergtour
Monate zur Besteigung: Dezember bis Februar
Erstbesteigung: 1897
Nächste Flughäfen: Mendoza

Spende jetzt für das aktuelle Projekt:

Der Aconcagua ist der zweite Gipfel, den ich besteige. Er steht für Hilfskampagnen in Lateinamerika. Nicaragua ist das Land, ...
35.64% gespendet
66 Tage bis zum EndeZiel: 13.924