Der zweite Gipfel der Seven Summits naht: Der Zeitplan zum Aconcagua


In zwei Tagen startet der Flieger nach Mendoza in Argentinien. Innerhalb von 14 Tagen geht es dann auf den 6.962 Meter hohen Aconcagua. Wann bin ich wo?

Der offizielle Titel der von mir gewählten Route ist die „Polish Glacier Traverse Route“ auch „Two Faces“ genannt. Dabei gehe ich über den von Polen entwickelten Weg zum Gipfel und über die Normal-Route wieder herunter. Mein Tour-Operator ist Acomara – AconcaguaExpeditions.com. Die Webseite wirkt vertrauenserweckend und seriös.

Bild: Der Aconcagua

16.12.2016
Abflug mit Air Europa und Aerolinas Argentinas vom Flughafen Frankfurt. Der Weg in die Finanzmetropole lohnt sich, ich konnte rund 600 Euro sparen. Über Madrid und Buenos Aires geht es zur 115.000-Einwohner-Stadt Mendoza. Start in Frankfurt ist 10:50 Uhr, Ankunft in Mendoza am 17.12. um 08:45 Uhr. Die reine Flugzeit beträgt insgesamt 18:00 Stunden. Von Bremen zum Aconcagua beträgt die Luftlinie circa 12.258 Kilometer.

17.12.2016
Jetlag-Probleme hatte ich bisher nie, der Zeitunterschied beträgt nur 4 Stunden. Daher will ich mir einen entspannten Tag in Mendoza machen. Mich erwarten ca. 34°C. Mendoza wurde 1561 gegründet, aber Mitte des 19. Jahrhunderts durch ein Erdbeben komplett zerstört. Daher gibt es keine Gebäude aus der Kolonialzeit. Dafür Weinbaugebiete. Das sollte ich auf jede Fall testen. Ich übernachte zunächst in einem günstigen Hotel, da ich auf so einer Tour keinen Komfort wünsche.

18.12.2016
Nach der ersten Nacht in Mendoza geht es zu meinen Tour-Operator. Dieser hat ein aus meiner Sicht viel zu komfortables 4-Sterne-Hotel gebucht. An diesem Abend lerne ich mein Team und die Bergführer von Acomara kennen. Es gibt erste Informationen zum Aconcagua. Parallel wird die Ausrüstung überprüft. Was fehlt, kann noch gemietet oder gekauft werden.

19.12.2016
Am Montag geht es endlich los! Von Mendoza nach Penitentes-Puente del Inca auf 2.725m. Wir erhalten dort unsere Parkausweise. Diese kosten ca. 500 US-$. Wir bereiten den Transport der Maultiere vor. Danach übernachten wir im Hotel.

20.12.2016
Heute sind wir höher als die Zugspitze. Unser Weg führt uns von Penitentes nach Pampa de Leñas auf 3.100m. Erst fahren wir noch mit dem Bus. Ab Quebrada de Vacas beginnt der Fußweg. Wir benötigen nur einen kleinen Rucksack, den Rest tragen die Maultiere.

21.12.2016
An diesem Mittwoch wandern wir Pampa de Leñas zu Casa de Piedra auf 3.600m. Auch hier reicht ein kleiner Rucksack.

22.12.2016
Auf 4.000m wird die Luft etwas dünner. Diese Höhe erreichen wir beim Plaza Argentina Base Camp.

23.12.2016
Wir rasten Zur Akklimatisierung im Plaza Argentina Base Camp für einen Tag.

24.12.2016
Heiligabend machen wir einen wichtigen Marsch zur Akklimatisierung. Das Stichwort lautet „Walk high, sleep low“. Der Weg führt und vom Plaza Argentina zum Camp 1 auf 4.950m und zuück. Wir führen schon erstes Material mit. Die Maultiere haben uns verlassen.

25.12.2016
Am ersten Weihnachtstag rasten wir erneut im Plaza Argentina Base Camp. Zeit, um die Ausrüstung für den Aufstieg zu überprüfen.

26.12.2016
Erneut geht es Camp 1 auf 4.950m. Knapp höher als der Mont Blanc. Wir wandern hoch und stellen unsere Zelte auf. Die Träger sollen die Zelte und die allgemeine Ausrüstung tragen. Das finde ich grundsätzlich nicht gut. Wird jedoch so festgelegt.

27.12.2016
Weihnachten 2016 ist vorüber. Jetzt geht es erstmalig über die 5.000er-Grenze. Wir akklimatisieren uns beim Weg zum Camp 2 – Upper Guanacos. Dort essen wir auf 5.500m Mittag und lassen erste Ausrüstung dort oben.

28.12.2016
Nochmal geht es zum Camp 2 – Upper Guanacos. Jetzt stellen wir unsere Zelte auf und ruhen uns auf. Die rund 550 Höhenmeter sind eigentlich keine Herausforderung.

29.12.2016
Auf 5.500m legen wir einen Rasttag ein.

30.12.2016
Heute überschreite ich die Höhe des Elbrus und des Kilimanjaro. In Camp 3 befinden wir uns auf 6.000m. Wir gehen über den Polen-Gletscher zur Normalroute.

31.12.2016
GIPFELTAG!
Heute versuchen wir es das erste Mal. Je nach Wetter steigen wir von Camp 3 zum Aconcagua auf 6.962m und zurück. 900 Höhenmeter scheinen machbar. Beim höchsten Berg Europas, dem Elbrus, waren es 1.800 Höhenmeter.

01.01.2017
Über die Normalroute geht es von Camp 3 zum Plaza de Mulas Base Camp.

02.01.2017
An einem Tag geht es von Plaza de Mulas über Puente del Inca nach Mendoza. Die Maultiere sind wieder dabei und tragen das Hauptgepäck. In Mendoza müssen wir wieder in ein4-Sterne-Hotel. Das gefällt mir wirklich nicht.

03.01.2017
Wenn nichts dazwischen kommt gibt es Frühstück in Mendoza. Ich hätte dann noch Zeit, mich in Mendoza weiter umzuschauen und das warme Wetter zu genießen.

04.01.2017
Dieser Tag ist extra, falls das Wetter für den Gipfelsturm nicht gut war. Dann verschiebt sich alles um einen Tag.

05.01.2017
Heute geht die Aconcagua-Mission zu Ende. Ich hoffe, dass ich den Gipfel erreicht habe. Um 6:04 Uhr fliege ich von Mendoza nach Buenos Aires. Erneut muss ich den Flughafen wechseln. Dafür habe ich gut 3 Stunden Zeit. Von Pistarini geht es dann nach Madrid und um 09.50 Uhr lande ich am 6. Januar 2017 in Frankfurt. 16:45 Stunden beträgt die Netto-Flugzeit.

Mit einem Lächeln steige ich in den Zug und freue mich auf das nächste Abenteuer.

 

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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.
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