Auf zum Aconcagua, Tag 2: Berührungspunkte


Heute kaufen wir zunächst für teures Geld die Zugangsberechtigung für den Nationalpark zum Aconcagua. Ubd dann geht es endlich los.

Der dritte Tag auf dem Weg zum Aconcagua beginnt mit dem Erwerb der Park-Erlaubnis. Ein kompliziertes Unterfangen. Der Preis wird auf Basis des US-$ festgelegt. Die Zahlung erfolgt dagegen in ARS (Argentinischer Peso)  und wird täglich neu berechnet. Die Tourismusbehörde akzeptiert jedoch keine Kartenzahlung. Daher muss jeder Bergsteiger die genaue Summe, die er zunächst erfragt, in bar bei einer Bank einzahlen. Dort erhält er einen Beleg, mit dem er dann bei der Behörde die Parkerlaubnis erwirbt.

Am diesem Tag kostet die „Permit“ 15.200 ARS für Ausländer. Das sind fast 900 Euro. Eine Menge Geld für den Park. Aber was ist ein Traum wert?

Bei der Tourismus-Behörde
Bei der Tourismus-Behörde

Das Einholen der Erlaubnis für den Nationalpark ist am Morgen des 19. Dezember ganz schön viel Lauferei.

Mit einiger Verzögerung geht es endlich los in die Anden. Wir laden den Bus und machen uns auf den Weg.

Jetzt haben wir drei Stunden Zeit uns auf der Fahrt nach Penitentes kennenzulernen.

Es gibt erste Berührungspunkte, wir lachen viel und finden uns schon jetzt als Team. Verglichen mit einer Gruppe, die parallel zu uns startet, ist unsere Stimmung prächtig.

Das Team zum Aconcagua
Unser Team beim Abendessen, von rechts unsere Bergführer Bruno und Julves

Unser Team besteht wie immer auf diesen Expeditionen aus Menschen, die bemerkenswerte und vor allem internationale Hintergründe mitbringen. Diesmal sind neben mir dabei:

  • Diego, Argentinier aus Buenos Aires, der für den deutschen Konzern Symrise arbeitet.
  • Massimo, Italiener, der Mitarbeiter in einer chinesischen Fabrik anlernt.
  • Caroline aus Irland. Sie hat ihre Ausbildung zur Krankenschwester in Essen absolviert und arbeitet jetzt im irischen Gesundheitswesen.
  • Derek ein guter Freund von ihr, der im Mikro-Kredit-Bereich in Entwicklungsländern tätig ist.
  • Vladimir und Martina, Tschechen, die in London arbeiten und leben.
  • Luc, Kanadier, der nach New York gezogen ist.

Wir werden genug Gesprächsstoff für die nächsten Wochen auf dem Weg zum Aconcagua haben. Das ist wichtig, da wir als Gruppe 24 Stunden zusammen sind und es kaum Rückzugsorte gibt. Sich anschweigen ist keine Option.

Nach unserer Ankunft in Penitentes gegen 16:00 Uhr zeigen unsere Bergführer noch eine Powerpoint-Prädsentation. Im Detail erklären sie uns das Vorgehen und ein paar Risiken. Auch hier lachen wir viel. Jeder muss für sich davon ausgehen, dass er oder sie den Gipfel des Aconcagua erreicht.

Der Weg zum Gipfel
Der Weg zum Gipfel

Neu ist für mich diesmal der Human Waste. Statt der Plumpsklos bekommen wir Beutel, die wir vollmachen dürfen und dann mit heruntertragen. Das wird eine harte Nummer!

Das Video zum Tag 2 nach Penitentes:

Morgen wandern wir endlich. Sieben Stunden geht es von Penitentes nach Punta del Inca. 200 Höhenmeter. Die Belastung hält sich damit weiter in Grenzen.

< Zu Tag 1 auf dem Weg zum Aconcagua
> Zu Tag 3 auf dem Weg zum Aconcagua

 

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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.
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