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Aconcagua 360°, Tag 6: Arztbesuch Plaza Argentina


Nichtstun war heute im Basislager Plaza Argentina angesagt. Der 23. Dezember 2016 ist der erste Ruhetag unserer Tour zum Aconcagua. Nur ein Arztbesuch unterbricht ihn.

Den Artikel habe ich direkt am Ende des Tages auf dem Smartphone geschrieben. Er zeigt ungefiltert persönliche Emotionen und Wahrnehmung bei der Besteigung. Etwaige Rechtschreibfehler bitte ich zu verzeihen.

Der heftige Wind von gestern ist abgeflaut, als wir erst um 9:00 Uhr aufstehen. Die Nacht war erneut hart für mich und meine Blase. Viermal musste ich bei Minusgraden in Unterhose, Fleecejacke und Turnschuhen den Weg zu den Toiletten wanken.

Trotzdem fühle ich mich ausgeruht und stark. Am Ruhetag liegt nichts besonderes an. Das Wetter ist perfekt. Ich genieße es mit einem Nachtisch („Dulce de Leche“) und Kaffee in der Sonne vor unserem Zelt.

Bild: Nicolas Scheidtweiler geniesst das Wetter im Plaza Argentina - Aconcagua 2016 7summits4help
Nicolas genießt das Wetter im Plaza Argentina

Erfolgreicher Arztbesuch

Einzig der Arztbesuch ist obligatorisch. Dieser wird auf der offiziellen Erlaubnis für den Park vermerkt. Wir werden einzeln zum Lagerarzt gerufen.

Bild: Arztbesuch im Plaza Argentina - Aconcagua 2016 7summits4help

Die beiden argentinischen Ärzte befragen uns nach Befinden und Erfahrungen auf den Gipfeln. Parallel führen sie die üblichen Tests durch: Husten, Puls, Blutdruck. Dazu kommt der Sauerstoffgehalt im Blut. Unsere Gruppe pendelt zwischen 70 und 80. Ich habe zum Erstaunen der Ärzte und Bergführer 90! Darauf bin ich etwas stolz. Hat sich mein Training für den Aconcagua doch gelohnt.

Kleiner Ausflug zum Gletscher

Nach dem Arztbesuch bleibt uns etwas Zeit. Als Dreier-Gruppe mit Massimo und Caroline wandern wir schonmal auf 4.400m, bis kurz vor den Gletscher. Damit akklimatisieren wir uns und lernen den Weg zu Camp 1 kennen.

Kleiner Ausflug Richtung Camp 1 vom Plaza Argentina

Aber dort startet dann die Wirklichkeit für uns Bergsteiger. Dort gibt es keinen Komfort wie im Basislager. Wir müssen uns selbst versorgen.

Um die Versorgung sicherzustellen gehen wir zweimal von Plaza Argentina zu Camp 1 auf 4.950m. Am 24. tragen wir erste Ausrüstung für den Gipfel, unser Essen und Brennspiritus nach oben. Am 26. folgt der Rest für die Übernachtung und die nächsten Camps.

Das Essen wiegt für jeden von uns ca. 6kg. Somit beträgt der Rucksack insgesamt ca. 12kg. Sollte kein Problem sein. Das Essen wurden von unseren Bergführern sorgfältig verpackt und gewogen. Am Berg trägt jeder Teilnehmer das gleiche Gewicht. Was ich für richtig halte.

Das Video zu Tag 6:

< Zu Tag 5 auf dem Weg zum Aconcagua
> Zu Tag 7 auf dem Weg zum Aconcagua

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Die Idee eine größere Spendenaktion anzugehen, kam Nicolas Scheidtweiler als er in der Vergangenheit Entwicklungs- und Schwellenländer besuchte und insbesondere als Offizier in Afghanistan - einem der ärmsten Länder der Welt - eingesetzt war. Die Besteigung des Kilimanjaro und das Interesse daran aus dem Freundeskreis prägten Nicolas Scheidtweiler so sehr, dass er eine Chance in der Kombination dieser Erfahrungen sah.

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